Buchreview – Making it Big in Software

Ich habe soeben das Buch „Making it Big in Software“ fertig gelesen, und möchte an dieser Stelle eine einfache Zusammenfassung geben.

Das Buch versucht, eine allgemeine Beschreibung zu geben, was ein Software-Entwickler in der heutigen Zeit für Fertigkeiten mitbringen sollte, um im Daily-Business zu bestehen. Der Ansatz der im Buch verfolgt wird ist durchaus interessant, da viele Interviews mit Größen der Branche zu finden sind (Linu(x)s Torvalds, James Gossling, Steve Wozniak), in denen interssante Fragen zur Sprache kommen (Wie bist du zur Softwareentwicklung gekommen, was machst Du um Dich nach der Arbeit zu entspannen…), die tatsächlich hochinteressant zu lesen sind.

Natürlich wird man als gestandener Softwareentwickler keine wirklichen Neuigkeiten erfahren, man hat alles irgendwie schon mal gehört, jedoch ist das Buch weiterhin mit amüsanten Geschichten gespickt (die von der stumpfen Säge und dem Baumfäller).

Das zweite Kapitel dreht sich um das Thema „Worum es bei guter Software wirklich geht“

Hier dreht es sich hauptsächlich darum, was gute (im Sinn von erfolgreicher) Software wirklich ausmacht, und welche Kriterien eine Software kommerziell erfolgreich machen. Interessant hierbei ist eine Statistik die die erfolgsraten von Softwareprojekten zwischen den Jahren 1994 und 2004 betrachtet. Im Schnitt sind demnach ein Drittel aller Entwicklungsprojekte Fehlschläge, ein Drittel wird mit Verzug fertiggestellt und nur ein Drittel ist tatsächlch erfolgreich. Ganz schön harter Tobak.

Weiterhin wird erläutert, dass nicht immer das, was ein Kunde will, auch das ist, was er wirklich braucht. Ein sehr schöner Satz von Henry Ford, der hier erwähnt wird ist „If I had listened to customers, I had given them faster horses„. Sehr schön!

Ein weiterer interessanter Aspekt des Autors sind die Dinge, die man am Beginn seiner Software-Karriere lernen sollte:

  • 4 verschiedene Programmiersprachen (ich kann u.a. Java, PHP, Javascript, Scala… reicht das schon?)
  • 4 verschiedene Formate (ups, XML, das Git Packfile Format, XSL, XSLT.. naja)
  • Entwickle Software die mindestens von 1000 Leuten verwendet werden kann / verwendet wird (hab ich schon)
  • Software die mindestens 1 TB an Daten verarbeiten kann (hm, müss
  • te ich mal überlegen)
  • Arbeite in einem Projekt mit mehr als 10 ENtwicklern (hab ich bzw. tu ich gerade)
  • Arbeite an Legacy Code (ich mach nichts anderes)
  • Fixe 40 Bugs (mach ich an einem Tag;))
  • etc…

Ein weiterer interessanter Aspekt der im Buch beschrieben wird sind die verschiedenen Bereiche, in denen ein Entwickler aktiv werden sollte:

  • Wichtig und Zeitkritisch
  • Zeitkritisch aber nicht wichtig
  • Weder Zeitkritisch noch wichtig
  • Wichtig aber nicht zeitkritisch

Laut dem Autor ist Wichtig aber nicht zeitkritisch der BEreich, in dem ein Entwickler so viel Zeit wie möglich verbringen sollte.

Ein für mich sehr interessantes Kapitel war das Kapitel über Zeitmanagement. Der Autor unterscheidet hier zwischen Zielorientiertem Zeitmanagement und Taskorientiertem Zeitmanagement.

  • Zielorientiertes Zeitmanagement beschäftigt sich mit einer langfristigen Planung (man setzt sich Ziele und legt die entsprechenden Schritte fest, um diese Ziele zu erreichen)
  • Taskorientiertes Zeitmanagement ist unser aller täglich Brot, man bekommt täglich irgendwelche Tasks zugewiesen und bearbeitet diese typischerweise zeitnah.

Fazit:

Ein für mich durchaus lesenswertes Buch, teilweise sogar richtig amüsant. Ich kann das Buch sehr empfehlen, allerdings muss man mit der richtigen Eintsellung an das Buch herangehen, man darf sich hiervon nicht ungeahnte Karriereschübe oder ähnliches erwarten, viel mehr ist es eine recht interessante Ansammlung von Anekdoten, Zitaten und Weisheiten.

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